Jedes verschriebene Medikament kostet dem Patienten zwischen fünf und maximal zehn Euro an Zuzahlung. Das kann sich zu einem netten Sümmchen addieren. Nun gibt es aber Medikamente, die zuzahlungsfrei sind. Dieses wird in einer Liste zusammengefasst und publiziert. Genau das ist der Knackpunkt der Verschleierung.
Ohne Internet und EDV-Kenntnisse - keine Chance
Geht man als Patient auf die Suche nach diesen zuzahlungsfreien Medikamenten, dann findet man bei fast jeder Krankenkasse und beim GKV auf deren Homepage den Zugang zu dieser Liste. Nur…. man findet kaum etwas. Entweder wird ein Download einer .pdf-datei angeboten, die rund 1,2 MB groß ist. Diese ist nach den Namen der Alternativprodukten sortiert.
Gerade für ältere Patienten ein fast unüberwindliche Barriere, diese Medikamente zu finden. Ärzte und Apotheker selbst machen sich fast flächendeckend – mit wenigen rühmlichen Ausnahmen – nicht die Mühe, den Patienten auf diese Möglichkeit hinzuweisen und Rezepte für diese Medikamente auszustellen, bzw. diese auszugeben.
Nicht gewollter Zugang oder Servicenotstand; ich habe an zwei Beispielen versucht, die Alternativen herauszubekommen. Die weit verbreiteten Mittel “Rantudil”(R), ein Rheumamittel, und “Pantozol”(R), ein Säureblocker, durch zuzahlungsfreie Arzneimittel zu ersetzen. Der schnellste Weg, seinen zuzahlungspflichtigen Arzneimittelname einzugeben und dann Alternativen ohne Zuzahlung aufgelistet zu bekommen, beitet keiner der Beteiligten.
Weder Krankenkassen, deren Hauptverband oder Apotheken bieten diesen naheliegendsten Service.- zuzahlungsfreie Medkamente beim GKV-Spitzenverband
- Krankenkassenratgeber
Das ZDF/WISO verweist auf eben diese Webseite. BKK.de und Barmer verweisen auf die GKV-Seite. Die Verbraucherzentralen weisen gar keine brauchbare Auskunft auf.



