Nachdem ich mich schon im März des Jahres im Kloster Mariawald bei Heimbach als Gast angemeldet habe, hat sich vel getan.
Ich benötigigte eine Zeit um mir schlüssig zu werden, wie es mit Zelldialog weitergeht. Eine Tätigkeit als sog. "Heiler" strebe ich nicht an. Dieses ist der Sache unangemessen. Heute weiß ich, dass es nicht darum geht, persönliche Defizite dadurch auszugleichen, "ich bin was besonderes"! So agieren aber die meisten Heiler und selbsternannte Channelmedien.
Schon lange habe ich mich in Klöstern umgesehen. Keines hat mich wirklich so angesprochen, daß ich dort als Gast für ein paar Tage verweilen mochte. Entweder waren sie nichts anderes als Luxushotels der Wellnessbewegung unter dem Deckmäntelchen des Klosters, oder fast schon esoterische Zenren unter christlichem Dach, die alles bieten, was sich gerade vermarkten lässt.
Das Thema der Kraftplätze und Energien ist ausreichend besprochen und diskutiert In meiner Umgebung gibt es einige Klöster, die alle aber leider eher einen düsteren Eindruck machen Ein erschreckendes Beispiel ist Maria Laach. Die Gärnerei ist herrlich und gut sortiert, der Rest ist Kommerz und Teil der schwarzen Seite des Kölner Bistums.
Mein erster Besuch des Kosters Mariawald war dadurch gekennzeichnet, dass ich beim Auffahren auf den Parkplatz wußte: "Das ist es!"
Zu dem Zeitpunkt wußte ich ncht, das es sich um das einzige Trappistenkloster in Deutschland handelt." Die Trappisten stehen als Reformzweig ganz in der Tradition der Zisterzienser. Im Zuge der vom Zweiten Vatikanischen Konzil angeregten Rückbesinnung der Orden auf ihre Ursprünge wurde dies in der Erklärung über das Zisterzienserleben des Generalkapitels von 1969 betont." So steht es auf deren Homepage.
Sie gelten als letzte Vorstufe zum Erimiten. Selbst Gäste kommen dort nicht in die sog. "Klausur". Ich bin zum 1. Male Gast in einem Kloster. Lasse mich auf diese Erfahrung ein. Stille, Abgechiedenheit und das Zwiegespräch mit Gott.
Der Abt vom Kloster Mariwald hat meine Anfrage positiv entschieden - obwohl ich gar nicht katholisch bin und ob ein ausgewiesener Werdegang in der Eso-Szene eine hilfreiche Bewerbung ist... - ich weiß es nicht. Jedenfalls bin ich dankbar, dass es geklappt hat.
Nach meinem Abgang aus den Eso-Medien habe ich u.a. auch als angestellter Techniker für Kinovorführung und Bühne gearbeitet. Dieses ist nach fast zwei Jahren nun völlig überraschend weggefallen. Auch eine Erfahrung der besonderen Art.
Jetzt ist also - es gibt keine Zufälle - ein Scheidepunkt in meinem Leben eingetreten. Meine Aufenthalt in Mariawald soll mir auf dem Weg zu meiner Berufung ein Stück weiterhelfen. Was mich dort erwartet und was es mit mir macht - keine Ahnung! jedenfalls nehme ich keinen Laptop mit und das Handy verschwindet tief in der Reisetasche.
Alles Neue gibt es dann ab dem 30. Juni.Jetzt heißt es Tasche packen, Wecker einstecken und die Wanderschuhe nicht vergessen.



